Luzerner Spitäler auf Coronavirus vorbereitet

Patienten mit nachgewiesener Infektion werden in Isolierungsstation betreut

Bislang sind im Kanton Luzern zwei Personen auf das Coronavirus positiv getestet worden. Eine Person wird momentan vorsorglich im Luzerner Kantonsspital LUKS in der Isolierungsstation hospitalisiert.

Im Kanton Luzern wurden zwei Corona-Fälle bestätigt. Es handelt sich um eine 16-jährige Schülerin der Kantonsschule Luzern, welche sich kürzlich mit ihren Eltern in der italienischen Provinz Lombardei aufgehalten und höchstwahrscheinlich infiziert habe. Das teilte der Kanton Luzern am Donnerstagnachmittag an einer Medienkonferenz mit. Die Klasse der Betroffene wird zu Hause in der Quarantäne über Fernunterricht unterrichtet.

Ebenfalls wurde auch ein 45-jähriger Mann positiv auf das Virus getestet. Der Betroffene soll sich mit einer Kontaktperson eines bestätigten Falls in einem anderen Kanton infiziert haben. Beide Patienten befinden sich in einem guten gesundheitlichen Zustand.

Spitäler sind vorbereitet

Das Luzerner Kantonsspital ist auf die Situation vorbereitet. Gemäss Marco Rossi, Chefarzt Infektiologie und Spitalhygiene werden Patientinnen und Patienten mit einer nachgewiesenen Coronavirus-Infektion stationär betreut. Weiterhin werden viele Verdachtsfälle untersucht um Infektionsfälle früh zu erfassen und isolieren zu können. Die Abklärungen und stationäre Betreuung finden in der Isolierungsstation im LUKS statt. Mario Rossi sagt: «Zurzeit können zwölf Patientinnen und Patienten am Luzerner Kantonsspital stationär behandelt werden».

Zurzeit gibt es im Kanton Luzern, nebst den beiden bestätigten Corona-Fälle, weitere Verdachtsfälle, welche in Abklärung sind.

Audiofiles

  1. Zwei Corona-Fälle im Kanton Luzern. Audio: Flavio Desax / Marco Zibung
Die Medienkonferenz im LUKS. Die Isolierungsstation im Luzerner Kantonsspital. Zurzeit können zwölf Patientinnen und Patienten am LUKS stationär behandelt werden. Der Korridor in der Isolierungsstation. Ein Zimmer in der Isolierungsstation.

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