Victorinox-Mitarbeiterin mit Coronavirus infiziert

Eine der drei Schwyzer Corona-Fälle betrifft eine Mitarbeiterin des Messerherstellers

Eine Mitarbeiterin von Victorinox ist mit dem Coronavirus infiziert. (Archivbild)

Einer der drei bisher bestätigten Corona-Fälle im Kanton Schwyz betrifft eine Mitarbeiterin des Messerherstellers Victorinox mit Sitz in Ibach SZ. Die Frau steckte sich in Norditalien an. Rund 20 Mitarbeiter arbeiten darum bis zum 15. März im Homeoffice.

Die infizierte Person sei zuhause und befinde sich der Situation entsprechend in guter gesundheitlicher Verfassung, teilte Victorinox-Sprecherin Claudia Mader am Donnerstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA mit. Sie bestätige eine entsprechende Meldung des "Boten der Urschweiz". Die Frau habe sich in Norditalien angesteckt.

Die interne Taskforce sei für diesen Fall vorbereitet gewesen und habe in enger Abstimmung mit dem Amt für Gesundheit und Soziales und dem kantonsärztlichen Dienst sofort entsprechende Massnahmen eingeleitet.

Risikogruppen nach Hause geschickt

Derzeit würden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter identifiziert, die mit der Person in direktem Kontakt standen. Rund 20 Mitarbeiter, die mit der Frau in direktem, längerem Kontakt waren, arbeiteten bis zum 15. März im Homeoffice und würden von der Taskforce betreut, hält Mader fest.

Als Vorsichtsmassnahmen wurden auch Personen aus Risikogruppen - also Schwangere oder Personen mit Lungenkrankheiten - nach Hause geschickt. Räumlichkeiten würden zudem professionell gereinigt und desinfiziert.

Meetings nur noch virtuell

Darüber hinaus wurden die bereits vor Wochen angeordneten vorsorglichen Massnahmen bezüglich Hygienevorschriften und Reisestopp in betroffene Gebiete um zusätzliche Weisungen an alle Mitarbeiter ergänzt.

So seien bis auf weiteres sämtliche Betriebsbesichtigungen ausgesetzt. Termine mit Besuchern werden verschoben oder finden über Telefon- und Videokonferenz statt. Meetings mit mehr als 15 Personen finden bis auf weiteres ebenfalls nur virtuell statt. Das Unternehmen richtete zudem eine interne Informations-Hotline ein.

In der Zentralschweiz haben bislang Zug Schwyz und Luzern Corona-Fälle. In Brunnen SZ hatte sich unter anderem ein Arzt der Seeklinik mit dem Virus angesteckt, in Luzern eine Schülerin der Kantonsschule Alpenquai.

(Quelle: sda)

Kommentieren

comments powered by Disqus