Porno-Beamte: Luzern überwachte illegal

Laut dem kantonalen Datenschützer wurde Gesetz verletzt

Im vergangenen März ist bekannt geworden, dass Angestellte des Kantons Luzern während ihrer Arbeitszeit im Internet unter anderem Porno-Seiten aufgerufen hatten. Dies zeigte eine Analyse über die Internetnutzung der Angestellten, welche vom Kanton in Auftrag gegeben wurde. Die Auswertung soll jedoch illegal gewesen sein. Zu diesem Schluss kommt der Luzerner Datenschutzbeauftragte Reto Fanger.

Für die Auswertung seien IP-Adressen protokolliert worden, was sowohl die Informatikmittelverordnung als auch das Datenschutzgesetz verletzt. Durch die IP-Adressen ist genau ersichtlich, wann welcher Mitarbeiter welche Seite aufgerufen hatte. Das berichtete der "Sonntagsblick". Laut dem Datenschützer Reto Fanger dürfte eine solche Analyse jedoch nur anonymisiert durchgeführt werden.

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