"Sandy" verursacht Schäden von 20 Milliarden Dollar

Nach dem Durchzug des Wirbelsturms "Sandy" entspannt sich in Teilen der Millionenstadt New York die Lage. Die Fluten gingen am Morgen zurück. Die Zahl der Todesopfer des Sturms stieg aber nach Angaben des US-Senders CNN weiter auf mindestens 16 in den USA und Kanada. Der Sturm hatte die Ostküste mit voller Wucht getroffen. Das öffentliche Leben in Millionenmetropolen wie New York, Washington und Philadelphia kam zum Erliegen. Laut CNN waren 6,5 Millionen Menschen in mehreren US-Bundesstaaten und in der Hauptstadt Washington von Stromausfällen betroffen.

US-Präsident Barack Obama hat für Washington und New York sowie für die Bundesstaaten Maryland, Massachusetts und Delaware den Notstand ausgerufen. Das teilte das Weisse Haus in Washington mit. Teile der Millionenstadt New York wurden von einer mehr als vier Meter
hohen Flutwelle überschwemmt. Die Wassermassen fluteten U-Bahnschächte und Strassentunnel. In einem New Yorker Umspannwerk gab es eine Explosion.

Nach seinem Zerstörungszug an der US-Ostküste liess der Wirbelsturm an Stärke nach. Auf seinem Weg ins Landesinnere hatten die Windböen noch Geschwindigkeiten von 105 Stundenkilometern, wie das in Miami ansässige Nationale Hurrikan-Zentrum (NHC) mitteilte.

Nach einer ersten Expertenschätzung könnte Wirbelsturm "Sandy" an der US-Ostküste Gesamtschäden von bis zu 20 Milliarden US-Dollar angerichtet haben. Diese Zahl nannte der auf Risikoanalysen spezialisierte Versicherungsdienstleister Eqecat in der Nacht zum Dienstag in Oakland.

Der Sturm wirkte sich bereits auf den Endspurt zur US-Wahl am 6. November aus. Sowohl Präsident Barack Obama als auch sein Herausforderer Mitt Romney sagten mehrere Termine ab. Obama kehrte von einer Wahlkampftour in Florida nach Washington zurück und rief die Bevölkerung eindringlich dazu auf, den Anweisungen der Behörden zu folgen.

Audiofiles

  1. New York nach dem Durchzug von. Audio: Matthias Oetterli

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